Zusammenfassung | Impressionen zum FONDS professionell KONGRESS 2015

Luca Pesarini | Ethna-AKTIV
Seiner Meinung nach ist die Ausweitung der Geldmenge zur Rettung des europäischen Wirtschaftsraums ohne Alternative. Zwar werden die Zinsen dauerhaft niedrig bleiben müssen, dadurch kann aber der Wirtschaftskreislauf weiter angekurbelt werden. Das einstmals funktionierende System, dass Firmen Kredite aufnehmen können, das Geld investiert wird und dadurch Wirtschaftswachstum entsteht funktioniert noch nicht ganz, da die Kreditvergabe seitens der Banken noch stockt, da diese aufgrund eigener Probleme sehr zurückhaltend mit Kreditvergaben sind.

Volker Schnabel | Analyst von M&W Privat
Die Staatsverschuldung hat ein nie dagewesenes Ausmaß angenommen. Zitat des ehemaligen deutschen EZB Vorstandes: „Wir befinden uns seit 2013 in dem größten Geldexperiment, das es je gab und auf einem Blindflug.“ Ein Anstieg der Zinsen kann sich die Welt nicht leisten, da dadurch die Staatsschulden für die Staaten nicht mehr bezahlbar sind und ein Kollaps beschleunigt würde. Aufgezeigt wurde, wie an vielen Stellen Statistiken manipuliert werden, um eine heile Welt zu suggerieren. Die Frage für Mack & Weise ist nicht ob, sondern wann das Geldsystem, wie wir es momentan kennen, zusammenbrechen wird.

Persönliches Fazit von Christian Steffen: So erschreckend logisch und erklärbar, dass man die Dramatik aus der Angst heraus, dass dies wirklich passieren könnte, gar nicht fassen möchte.

Philipp Vorndran | Flossbach von Storch
Er geht davon aus, dass auch Deutschland eines Tages aus dem Euro aussteigen wird und damit die deutsche Währung aufgewertet wird im Vergleich zu den anderen europäischen Staaten. Dies ist auch jetzt bei der Schweiz geschehen. Nur so konnte sich diese aus dem fallenden Euro (Schweizer Franken und Euro waren gekoppelt) gegenüber dem Dollar (Weltwährung!) entkoppeln. Auch wenn dies zunächst für die Schweizer schmerzhaft ist geht Herr Vorndran davon aus, dass langfristig das Vermögen der Schweizer dadurch gesichert werden kann. Aufgrund der aktuellen und zukünftig zu erwartenden Niedrigzinsphase wird es trotz der Aussagen vieler Bond Manager (festverzinste Papiere) wenig wirkliche Renditechancen in diesem Bereich (festverzinste Wertpapiere) geben. Er bezeichnet die Aussagen dieser Manager für ihre Produkte als Rechtfertigung für das eigene Dasein als Bond Manager. Sein Credo ist „investieren statt sparen“, d.h. Investitionen in Aktien, auch wenn diese schwanken (Volatilität ist nicht mit Risiko zu verwechseln), und in deutsche Immobilien. Denn deutsche Immobilien sind im Vergleich zu den angrenzenden europäischen Ländern verhältnismäßig günstig (auch wenn wir innerhalb Deutschlands durch den Preisanstieg der letzten Monate bereits das Gefühl haben, wir hätten hohe Immobilienpreise).

Allgemeines Fazit: Eine weitere und weitreichende Folge der Niedrigzinsphase wird die Eskalation der Situation der deutschen Lebensversicherer in den klassischen Renten- und Lebensversicherungen, da hier gegebene hohe Garantiewerte zum Teil nicht mehr erreicht werden können. Seit Jahren warnen wir von S & P Assekuranzmakler GmbH bereits vor der zunehmend schlechter werdenden Entwicklung bis hin zum realen Geldverlust, da die innerhalb der Policen gemachten Renditen die steigenden Lebenshaltungskosten nicht amortisieren können.

Bei neuen Verträgen liegt die garantierte Verzinsung netto bei unter 0,5 %!

Gerne helfen wir Ihnen beim Ausrechnen der Rendite Ihres Vertrages – sprechen Sie uns an.

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